NEUERÖFFNUNG

21. März
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Die Mühle ist Bestandteil der Hofschaft Haasenmühle. Diese Hofschaft gilt mit ihrem Ensemble aus kleineren Fachwerkbauten trotz jüngerer Veränderungen als anschauliches  Beispiel für die typische Siedlungsform des Solinger Raumes. Die ein- und zweigeschossigen Bauten sind mit ihren inneren Freiflächen, der zugehörigen Mühle und der als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Umgebung von besonderer städtebaulicher und historischer Bedeutung für die Entwicklung Solingens. Die Mühle war ein kleines technisches und autarkes Wunderwerk mit einem über das Wasserrad angetriebenen Getreideaufzugs, einem eigenen Brunnen und einem Steinbackofen, in dem noch nach dem Krieg gebacken wurde.

Die Besitzer der Haasenmühle wechselten und jeder hat dazu beigetragen, das sie heute noch in solch einem guten Zustand ist. Sie diente viele Jahre als Gasthaus und war ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher von nah und fern.

 


1507

Früheste Erwähnung der Mühle findet man als Kreuwelsmolen im Jahr 1507.Der vermutlich erste Pächter ist Ibrahim von der Kreuwelsmolen, der die Mühle von Johannes von Nesselrode für jährlich 10 Oberländer Gulden pachtete.

1551

1551 wird Adolf Hasen von der Kreuwelsmolen erwähnt, von dieser Familie rührt wohl der heutige Name Hasenmühle.

1605

1605 pachtete Tobus der Müller die Mühle. Pacht zu dieser Zeit sind 60 Reichstaler, ein fetter Hammel und vier Kapaune jährlich.

1726

1726 berichtet das Leichlingen Sterberegister von einer eben verstorbenen 93 Jahre alten „Haserlmüllerschen“.

1753

 Um das Jahr 1753 entstand ein langjähriger Rechtsstreit um die Mühlrechte, da Mühlarbeiten in dieser Zeit streng geregelt waren.

1828

Im Jahre 1828 wurde die Gewerbesteuer veranlagt. In dieser  Zeit war Franz Heinrich Schmitz aus Monheim Pächter der Mühle und des dazugehörigen Gasthauses. Er griff massiv in die Wegerechte ein: „Da ich gesonnen bin, meine, über die Wupper an der Haasenmühle neuerbaute Fährbrücke nicht für das Fuhrwerk conzessionieren zu lassen, bring ich hiermit mit dem Bemerken zur Öffentlichkeit: daß nur dieselbe für das Fuhrwerk meiner Mahlkunden unentgeltlich offen steht, das übrige hingegen von jetzt  ab, wieder den alten Fahrweg durch die Wupper benutzen muß.“

1854

1854 ließ der damalige Besitzer, Graf Otto von Westerholt zu Westerholt-Giesenburg ein neues Wasserrad einbauen, das rund 100 Jahre gehalten hat.Das letzte noch drehende Wasserrad wurde 1950 eingesetzt und dreht sich heute nicht mehr, da seit Anfang der 70er Jahre kein Wasser mehr über die Eisenschaufeln floss.

1973

Der 1922 geborene Sohn Alfons Schmitz erwarb die Mühle und Ländereien 1973 von Freiherr von Westerholt. Gleichzeitig wurde der Mühlenbetrieb eingestellt.

2018

Christiane Haas ist die heutige Besitzerin und verpachtet die Mühle  an Nicole Planert. Beide möchten das Gasthaus als Café / Bistro wiederbeleben und es erneut zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische, Wanderer und Ausflüglern machen.